Sonntag, 15. April 2018

in heaven- glückliche Menschen und Mauerbienchen



Wunderschönes Wetter heute.... und als ich da so in Aachen auf einem meiner Lieblingsplätze auf einer Mauer vor dem Dom sass, ein Eis in der Hand und glücklich über die schöne, freie Zeit, da kamen mir ein paar Gedanken.

Ich beobachtete die Menschen um mich herum. Unter dieser wunderschönen Magnolie drückten sich wildfremde Menschen gegenseitig die smartphones in die Hand, ließen sich vor dem Dom fotografieren, bedankten sich beieinander und wechselten nette Worte und freundliches Lachen. Der Eisverkäufer unterhielt sich angeregt mit seinen Kunden, Kinder liefen fröhlich herum und irgendwo im Hintergrund spielte ein Straßenmusikantenduo, zwei wunderbare Frauen ungefähr in meinem Alter, Vivaldi. Ein Szenario aus einer perfekten Welt... die Menschen so freundlich und offen, fröhlich und glücklich über die ersten warmen Sonnenstrahlen.

Bilder, die der nachrichtengeplagten Seele so gut getan haben... die mir den Glauben an das Gute im Menschen und die Möglichkeit einer friedlichen Welt zumindest ein bisschen gestärkt haben- Seelenbalsam eben.


Noch mehr Seelenbalsam gab es heute für mich, als ich am Bienenhotel vor dem Küchenfenster die ersten Mauerbienchen bemerkte! Die kleinen Pelzbrummel flogen ständig vor unserem Küchenfenster herum, so dass wir uns überlegt haben, ihnen eine Nistmöglichkeit zu bieten. Anfangs hat sich keine Biene dafür interessiert, aber heute plötzlich wurden gleich vier von den Röhrchen belegt und emsig bearbeitet. Interessanterweise nehmen sie nur Röhrchen, die fast zu schmal für die Bienenkörper sind. So haben weniger Fressfeinde eine Chance, denke ich. So schön, das Treiben zu beobachten! Ich werde weiter berichten.






Die gehörnte Mauerbiene gehört nicht zu den gefährdeten Wildbienenarten, da sie problemlos Brutplätze findet. Sie nistet in Ritzen und Röhren, so wie in den Bambusröhrchen, die hier verbaut wurden. Das Rohr wird mit bis zu 12 Kammern ausgestattet, die mit ein Gemisch von Lehm und einem Drüsensekret verschlossen werden. In jede Kammer legt das Weibchen Eier sowie einen Vorrat an Nektar und Pollen. Nach ein paar Tagen schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich von Mitte Mai bis ca. Mitte Juni verpuppen. Bis Ende September entwickelt sich eine fertige Biene im Kokon, die im nächsten Frühjahr schlüpft.  Weitere interessante Informationen bietet Wikipedia (klick)


das Klicken im Video ist der Kater, der unbedingt mitgucken wollte und vor lauter Aufregung die Deko mit seinem Schwanz zerstört hat....:)

Meinen blauen Aachenhimmel verlinke ich zur Raumfee Katja!  und zu Traude Rostroses Aktion A new life!

Samstag, 7. April 2018

In Heaven- Cabriohimmel!

Der Mann und ich haben neben essen, spazieren, lesen und daddeln ( die Spielkonsole bemühen) noch eine weitere Leidenschaft: Das Cabriofahren! Und da heute das Wetter mal so richtig, richtig gut war, sind wir mit unserem wunderschönen, alten Renault Megane Cabrio losgefahren und haben uns erstmalig den Wind um die Nase streichen lassen. Gemütlich in Richtung Holland, einer alten Tradition folgend zuerst zum Möbelschweden, um dort lecker zu frühstücken ( Ontbijt for een euro, dat is leuk!) und dann so ein bisschen quer durch das Land. Keine Riesentour, soviel Sprit wollen wir nicht verheizen, aber doch schon eine nette Fahrt durch den Sonnenschein!






Der Megane ist unser drittes Cabrio. Keines von ihnen kostete vierstellig, alle haben wir gebraucht gekauft und lieb(t)en sie heiß und innig. Das erste war ein wunderschöner, feuerroter Opel Kadett mit schwarzem Dach. Wirklich ein Prachtmodell. Zumindest für uns war er was Besonderes!


 Das dachte wohl auch der Autodieb, der es eines Nachts aufbrach und es verheizte und verramschte, bis es ramponiert, aber fahrtüchtig von der Polizei gefunden wurde. Glücklich ließen wir es reparieren und stellten es, in Ermangelung einer Garage, abermals an die Straße. Eine Wegfahrsperre gab uns dennoch ein sicheres Gefühl. Weit gefehlt, denn eine Woche später war es wieder weg, wieder gestohlen. Diesmal wurde es nach Sylvester gefunden. Ausgebrannt, weil irgendjemand in die Fenster, die der dreckige Dieb wohl offen gelassen hatte, Feuerwerkskörper geworfen hatte. Trauriges Ende, und die Bilder von dem zerstörten Fahrzeug kann ich immer noch nicht gut anschauen.



Das zweite Cabrio, der Nachfolger, hat sich wohl auch immer ein bisschen so gefühlt wie ein Ersatz. Sah auch nicht schlecht aus und hatte sogar eine Gasanlage, aber der Rote.... der war nicht zu ersetzen. Obwohl der Neue, ein silberner Opel Astra mit schwarzem Dach, sich durchaus sehen lassen konnte.

.....kein Geld für ne große Maschine.....

Danach folgte, bedingt durch die Nutzung eines Firmenwagens, eine cabriofreie Zeit. Das musste sich ändern. Und da wir sowieso schon auf der Suche waren, fiel unsere Wahl auf den schönen Blauen. Ich war erst skeptisch. Aber der Mann hatte innerlich schon entschieden, zumal eine tolle Musikanlage und sogar bunte LEDs!!! eingebaut waren. :) Na gut! Wenn er so einfach glücklich zu machen ist! Jetzt bin ich auch total verliebt in unseren blauen Klaus.


Nicht sehr zweckmäßig, hinten hat er nur kleine Sitze, transportieren kann man nix damit... aber hey, was solls? Wenn wir wirklich mal was Großes von A nach B bringen müssen, leihen wir uns ein Auto beim hiesigen Stadtautoverleih, da sind wir Mitglied. Das ist sowieso eine tolle Sache. Die Autos vom Verleih stehen an vielen Standorten im ganzen Umkreis, man trägt sich ein, wenn man eins braucht und kann es dann ganz unbürokratisch abholen und wieder hinstellen. Und das zu einem Superpreis!



Und wenn wir da so rumcruisen, wir beiden .... mittelalten.... Menschen, dann hören wir unsere Lieblingscruisemusik: Abba oder Boney M. Nicht, dass wir nicht auch Anderes hören würden, aber zum Cruisen gehört für uns untrennbar diese Musik. Herrlich unwichtig, herrlich oberflächlich, herrlich einfach leben und genießen. Ich stehe dazu. Und weil ich den blauen Himmel, den Cabriohimmel, so schön finde, schicke ich ihn heute zu Katja Raumfee und ihrer Aktion "in heaven".

Mittwoch, 4. April 2018

Für sich selbst sorgen

Wenn der Körper es mit einem Mal nicht mehr so ohne weiteres schafft, den Horden von Bakterien zu widerstehen, die derzeit die Republik flachlegen, und immer wieder als idealer Brutort für Unzahlen dieser kleinen Biester herhalten muss, dann stimmt was nicht.
Neben den obligatorischen Gängen zum Arzt, der einem widerwillig das nächste Hammerantibiotikum verschreibt, kommt man leicht panisch ins Grübeln und sucht Mittel und Wege, sich selbst am Schopf aus der Bakteriensuppe zu ziehen.

Das hat doch schon mal geklappt? Vor einem Vierteljahrhundert gab es diese Situation schon einmal. Schwer angeschlagen, noch platt von der Geburt meiner Jüngsten, litt ich unter den verschiedensten Krankheitsbildern. Bis mir eine liebe Freundin die Empfehlung gab, an meiner Ernährung zu arbeiten. Bewaffnet mit ihren wunderschön gestalteten Büchern von Barbara Rütting klick, dem mahnenden Zeigefinger von Dr. M. O. Bruker klick und Einkaufszetteln las ich mich in das Thema Vollwertkost ein. Lernte viel über Nährstoffe, Naturbelassenheit, die Bedürfnisse meines Körpers und natürliche Lebensmittel. Wir wurden zu einer Familie, die sich hauptsächlich vollwertig ernährte, und Allen ging es besser. Frischkornbrei aus frisch gemahlenem Korn mit Apfel, Banane, Honig und Sahne, vollwertiges Brot, leckeres Gemüse, Quiches, Sprossen, sogar Breie, Kuchen und Pfannkuchen aus Vollkornmehl... alles supergut und superlecker. 


Wie es so ist, das Leben ändert sich, die Kinder werden größer, die Zeit wird knapper... irgendwann war es vorbei damit, und aus Bequemlichkeit wurde auch nicht mehr damit angefangen. Klar, Gemüse, viel Obst und Milchprodukte, Geflügel und Fisch standen immer auf dem Speiseplan, aber so richtig konsequent auf Nährstoffe geachtet wurde nicht mehr. 


Wie auch immer, ich fange wieder damit an. Jetzt aber wirklich! Hab mich dort abgeholt, wo ich damals stehen geblieben bin. Die gleichen Bücher, die Rezepte, die ich schon kenne, und die bewährten Einkäufe. Ich gehe so gern im Biomarkt einkaufen! Mein Mann bekommt da immer zu viel! Der Geruch! Die Preise! Die komischen Sachen! Ich jedoch flaniere durch die Gänge wie andere Leute durch Harrods, schnuppere hier und lese da und lege dann und wann Etwas in unseren Korb.
An der Kasse bekommt der Mann regelmäßig Schnappatmung, aber ich zahle mit meiner Karte.... von unserem Konto.


Gute Lebensmittel sind natürlich teurer, und nicht all die exotischen Besonderheiten sind notwendig, wenn man seine Ernährung verbessern will. Angesichts der Preise für das schrumplige Obst und Gemüse kann man schon mal verzweifeln. Andererseits habe ich im letzten Sommer einen Biohof in der Nähe besucht, und dort wurde mir klar, woher die Preise kommen. Denn wenn, statt Gift zu versprühen, jede einzelne Raupe händisch von den Kürbissen gepfückt werden muss, dann kostet das natürlich mehr. Wie dem auch sei, bei Gemüse bin ich mehr als kompromissbereit, bleibe bei der Tiefkühlvariante, da bin ich einfach bequem.


Nachdem nun all diese köstlichen Kostbarkeiten meinen Apothekerschrank füllen, ist es viel leichter, morgens nicht zum Geflügelsalamibrot zu greifen. Statt dessen gibt es leckeres Müsli aus feinen Zutaten wie Mandeln, Sonnenblumenkerne, Amaranth, Honig, Joghurt, Rosinen und Haferflocken. Dazu ein wenig Obst und der Tag beginnt himmlisch! Süßstoffe verbanne ich nach und nach ganz aus meiner Ernährung! Nachdem ich anfangs ganz begeistert vom Erythritol und Xylit war, bin ich nun wieder davon ab. Die ständigen Bauchprobleme, das Gefühl, etwas Falsches gegessen zu haben... irgendwann habe ich mir selbst den Vogel gezeigt. 10 Euro für ein Kilo eines Stoffes, von dem keiner weiß, welche Auswirkungen der dauerhafte Konsum auf den Körper hat. Und dann verträgt man es noch nicht mal gut. So bin ich, erst mit schlechtem Gewissen, nun aber zunehmend zufriedener, wieder auf das Teelöffelchen Honig, den Schwupp Ahornsirup oder das Löffelchen Nusscreme umgestiegen und siehe da, als netter Nebeneffekt verschwindet der Süßigkeitenjieper fast ganz!



Harren wir der Dinge, die da kommen! Ob die verbesserte Ernährung zu besserer Immunabwehr führt, wird sich zeigen. Nach meiner Erfahrung von damals bin ich davon überzeugt. Und wie verträgt sich das Ganze mit meiner Abnehmerei? Gut! Ich habe den Winter über mein Gewicht gehalten, was gar nicht so schwer war. Momentan esse ich nach Kalorien, nicht mehr nach Punkten, das neu eingeführte System passt für mich nicht. Aber das klappt auch! Ein bisschen was darf jetzt noch runter bis zum Sommer, und dann ist es gut. 




Für mein Müsli heute morgen habe ich gebraucht:

20 g leicht angeröstete Mandeln
10 g  angeröstete Sonnenblumenkerne
20 g Rosinen, eingeweicht in den Saft einer Orange
das Fleisch einer Orange
eine kleine Birne
1 Eßl. Leinsamen geschrotet
1 Eßl. Haferflocken
150 g griechischer Joghurt mit 2% Fett
1 Teelöffel Honig

Hört sich wenig an, macht aber so richtig satt und gibt ein wohliges Bauchgefühl!